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Historische Bankdaten in Lexware nachpflegen

Systemwechsel, verspätete Einrichtung oder fehlende Zeiträume: Es gibt viele Gründe, warum alte Bankumsätze nachträglich in Lexware importiert werden müssen. Dieser Ratgeber zeigt den sicheren Weg – ohne Duplikate und mit korrektem Format.

Systemwechsel

Beim Umstieg von einer anderen Buchhaltungssoftware auf Lexware müssen häufig mehrere Jahre Bankdaten nachgetragen werden, um eine lückenlose Buchführung sicherzustellen.

Verspätete Einrichtung

Lexware wurde erst Mitte des Geschäftsjahres eingerichtet? Dann fehlen die Umsätze vom Jahresbeginn. Diese lassen sich per CSV-Import nachholen.

Neue Konten ergänzen

Ein PayPal- oder Revolut-Konto wird nachträglich in die Buchhaltung aufgenommen. Die bisherigen Umsätze müssen dann rückwirkend importiert werden.

In 5 Schritten: Historische Daten importieren

  1. 1

    Fehlenden Zeitraum identifizieren

    Vergleichen Sie die Umsätze in Lexware mit Ihren Kontoauszügen. Notieren Sie das Start- und Enddatum des fehlenden Zeitraums für jedes Konto.

  2. 2

    CSV-Export bei Ihrer Bank anfordern

    Die meisten Banken bieten im Online-Banking einen CSV-Export für 1–3 Jahre an. PayPal erlaubt Exporte bis zu 7 Jahre zurück. Exportieren Sie nur den fehlenden Zeitraum, um Duplikate zu vermeiden.

    Exportzeiträume nach Anbieter:

    • Deutsche Bank: bis zu 2 Jahre
    • PayPal: bis zu 7 Jahre (Bericht „Abgeschlossene Zahlungen")
    • Revolut: seit Kontoeröffnung
  3. 3

    Offline-Konto in Lexware anlegen

    Für historische Imports empfiehlt sich ein Offline-Konto in Lexware. So bleibt die Live-Bankanbindung unberührt und Sie können alte Daten separat pflegen.

    → Anleitung: Offline-Konto einrichten

  4. 4

    CSV mit Bank2Lexware konvertieren

    Ziehen Sie die exportierte CSV-Datei in den passenden Bank2Lexware-Konverter. Die Datei wird lokal im Browser in das Lexware-Format umgewandelt – ohne Upload, ohne Registrierung.

  5. 5

    In Lexware importieren und prüfen

    Importieren Sie die konvertierte Datei in das Offline-Konto. Prüfen Sie danach den Saldo und vergleichen Sie die Anzahl der Buchungen mit dem Originalexport.

Tipps für einen sauberen Import

Nur den fehlenden Zeitraum exportieren

Exportieren Sie nie mehr als nötig. Je präziser der Zeitraum, desto geringer das Risiko für Duplikate. Prüfen Sie vorher in Lexware, ab wann Buchungen fehlen.

Chronologisch importieren

Beginnen Sie mit dem ältesten fehlenden Zeitraum und arbeiten Sie sich vorwärts. So stimmen Eröffnungs- und Abschlusssalden.

Saldo nach Import prüfen

Vergleichen Sie nach jedem Import den Saldo in Lexware mit dem Kontoauszug Ihrer Bank für den gleichen Stichtag. Abweichungen deuten auf fehlende oder doppelte Buchungen hin.

Quellen getrennt importieren

Importieren Sie PayPal, Revolut und Bankkonten separat in eigene Lexware-Konten. Das vereinfacht die Abstimmung und Fehlersuche erheblich.

Häufige Fragen

Wie weit zurück kann ich Bankdaten importieren?

Technisch gibt es keine Begrenzung in Lexware. Die Einschränkung liegt bei Ihrer Bank: meist 1–3 Jahre CSV-Export. PayPal erlaubt bis zu 7 Jahre.

Kann ich historische Daten in ein bestehendes Konto importieren?

Ja, aber ein Offline-Konto ist empfehlenswert, um Konflikte mit der Live-Bankanbindung zu vermeiden.

Was tun, wenn meine Bank keine alten CSV-Exporte anbietet?

Viele Banken bieten auf Anfrage Kontoauszüge als PDF an. Diese können Sie manuell in eine CSV-Tabelle übertragen und dann mit Bank2Lexware konvertieren.

Entstehen Duplikate beim Import historischer Daten?

Nicht, wenn Sie nur den tatsächlich fehlenden Zeitraum exportieren. Lexware bietet zusätzlich eine Dublettenprüfung beim CSV-Import.

Brauche ich für historische Daten ein separates Konto?

Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Ein Offline-Konto hält historische Imports sauber getrennt von der laufenden Bankanbindung.

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