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Shopify Auszahlung zu Lexware

Shopify-Auszahlung in Lexware buchen

Die Shopify-Auszahlung ist nicht der eigentliche Umsatz. Sie ist eine saldierte Zahlung, hinter der Bestellungen, Steuern, Gebühren, Rückerstattungen und Zahlungsanbieterlogik stehen.

Wann Sie diese Seite brauchen

Sie wollen eine einzelne Shopify-Gutschrift korrekt in Lexware Office (früher lexoffice) erfassen und brauchen die Aufteilung in Umsatz, Gebühr und Erstattung – inklusive der Frage, welcher Monat welchen Umsatz bekommt.

Buchhaltungsproblem

Wenn nur der Bankeingang gebucht wird, fehlen Umsatzgruppen, Gebühren und Erstattungen. Der Monatsabschluss lässt sich dann kaum gegen Shopify abstimmen.

Bestandteile einer Shopify-Auszahlung

Shopify Sales Report

Umsätze nach Zeitraum und Rechnungsland bilden die Grundlage.

Shopify Payments

Auszahlungen müssen gegen die zugrunde liegenden Verkäufe abgestimmt werden.

Stripe-Gebühren

Gebühren können separat als Ausgabe- oder Gebührenbeleg vorbereitet werden.

Refunds und Stornos

Rückerstattungen gehören in die Monatslogik, nicht nur in den Bankabgleich.

Workflow für Shopify-Auszahlungen

  1. 1. Sales Report exportieren: Nutzen Sie einen Report mit Land, Monat, Bestellungen und Umsatzsummen.
  2. 2. Optional Payouts ergänzen: Laden Sie Stripe- oder Shopify-Payments-Payouts für Gebühren dazu.
  3. 3. Sammelbelege erstellen: Trennen Sie DE, EU und Drittland für die Lexware-Erfassung.
  4. 4. Bankauszahlung abstimmen: Nutzen Sie die Auszahlung als Kontrollsumme.

Der Monatswechsel ist die eigentliche Fehlerquelle

Shopify zahlt in Zyklen aus, nicht in Kalendermonaten. Eine Bestellung vom 29. Januar kann am 3. Februar auf dem Konto landen – und genau dort entstehen die Abweichungen, die man am Jahresende mühsam sucht. Für die Buchhaltung gilt: Der Umsatz gehört in den Monat der Leistung, die Bankgutschrift in den Monat des Zahlungseingangs. Beide Daten dürfen auseinanderfallen.

Praktisch heißt das: Buchen Sie den Sammelbeleg mit dem Belegdatum des Umsatzzeitraums, nicht mit dem Datum der Auszahlung. Die Differenz zwischen beiden landet auf einem Verrechnungskonto – ein Geldtransit- oder Zwischenkonto, das zum Monatsende den Betrag ausweist, der bei Shopify noch unterwegs ist. Ist dieses Konto am Jahresende nicht null, fehlt genau eine Auszahlung.

Aufteilung nach Ländern für OSS

Sobald Sie an Privatkunden im EU-Ausland verkaufen, reicht ein einziger Sammelbeleg nicht mehr. Die Lieferschwelle von 10.000 € gilt EU-weit zusammengerechnet, und oberhalb davon schulden Sie den Steuersatz des Bestimmungslandes. Trennen Sie den Sammelbeleg deshalb von Anfang an in drei Gruppen:

Deutschland

Regulärer Inlandsumsatz mit 19 % bzw. 7 %.

EU-Privatkunden

Je Bestimmungsland getrennt – relevant für die OSS-Meldung.

Drittland

Ausfuhrlieferung, in der Regel steuerfrei.

Diese Aufteilung nachträglich aus gebuchten Einzelbelegen zu rekonstruieren ist deutlich aufwendiger, als sie beim Erstellen des Sammelbelegs gleich mitzunehmen. Der Shopify-Report liefert die Länderspalte bereits mit.

Häufige Fragen

Warum reicht die Shopify-Auszahlung nicht?

Die Auszahlung ist saldiert. Für Lexware sollten Umsätze, Gebühren und Refunds getrennt nachvollziehbar bleiben.

Wie buche ich Shopify Payments Gebühren?

Gebühren sollten als eigene Kostenposition oder eigener Beleg vorbereitet werden.

Kann Bank2Lexware Shopify-Sammelbelege erstellen?

Ja. Der Shopify-Workflow erstellt Monatsdaten für Lexware und kann Payout-Gebühren berücksichtigen.

Auf welches Datum buche ich den Sammelbeleg?

Auf das Ende des Umsatzzeitraums, nicht auf das Auszahlungsdatum. Die zeitliche Lücke bis zur Bankgutschrift bilden Sie über ein Verrechnungs- oder Geldtransitkonto ab. So bleibt der Umsatz periodengerecht und der Bankabgleich trotzdem sauber.

Was mache ich mit einer negativen Auszahlung?

Übersteigen Rückerstattungen die Umsätze eines Zyklus, zieht Shopify den Restbetrag vom nächsten Payout ab oder bucht ihn vom Konto ab. Buchen Sie den Vorgang trotzdem als eigenen Beleg – sonst fehlt später die Gegenbuchung zur Belastung auf dem Kontoauszug.

Gilt das auch für lexoffice?

Ja. lexoffice heißt inzwischen Lexware Office – es ist dasselbe Produkt, und der beschriebene Weg über Sammelbelege und ein Verrechnungskonto funktioniert dort identisch.

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